Heimzone & Datenschutz
Eine App, die aufzeichnet, wo du entlanggehst, weiß am Ende auch, wo du wohnst. Barnaby geht davon aus, dass du das für dich behalten willst, und ist von Anfang an so eingestellt.
Warum eine Route die Adresse verrät
Runden fangen fast immer an derselben Stelle an und hören dort wieder auf. Legt jemand zwei oder drei geteilte Runden übereinander, springt dieser gemeinsame Punkt sofort ins Auge. Von dort zur Hausnummer ist es eine Kartensuche.
Was die Heimzone macht
Du stellst ein, wie viele Meter am Anfang und am Ende einer Runde wegfallen sollen. Genau diese Strecke schneidet Barnaby ab: Der sichtbare Anfang rückt nach draußen, das Ende genauso. Voreingestellt sind 50 Meter, einstellen lässt sich alles zwischen 25 und 125. Wenn nur eine Seite empfindlich ist, kannst du auch nur den Start oder nur das Ende verschleiern. Deine Adresse trägst du dafür nirgends ein — die App weiß gar nicht, wo du wohnst.
Eingeschaltet ist das von Anfang an. Du musst die Einstellung nicht finden, um geschützt zu sein; du musst sie nur finden, wenn du etwas daran ändern willst.
Warum der Radius bei 125 Metern endet
Lauf- und Wander-Apps bieten Privatzonen von mehreren hundert Metern bis zu anderthalb Kilometern. Barnaby geht bis 125. Das ist kein Sparprogramm, sondern Geometrie: Eine Laufrunde ist zehn Kilometer lang, eine Hunderunde zwei. Schneidet man von zwei Kilometern an beiden Enden je 500 Meter weg, überschneiden sich die beiden Zonen und es bleibt keine Strecke mehr übrig, die man zeigen könnte — Barnaby fällt dann auf einen einzelnen Punkt in der Mitte zurück.
Wie viel du brauchst, hängt davon ab, wie eng gebaut ist: In der Innenstadt liegen schon innerhalb von 50 Metern etliche Hauseingänge — dein Weg könnte an jedem davon begonnen haben, und die Voreinstellung reicht. Je lockerer die Bebauung, desto weniger Häuser kommen in Frage; am Stadtrand oder auf dem Land sind 100 oder 125 Meter deshalb die bessere Wahl.
Was die Heimzone nicht leistet
Sie entfernt den Punkt, nicht das Muster. Geschnitten wird immer genau beim eingestellten Radius, also liegen die sichtbaren Anfänge deiner Runden alle etwa gleich weit von deiner Tür entfernt — auf einem Ring um dein Zuhause. Aus einer einzelnen Runde ist daraus nichts abzulesen. Wer viele öffentliche Runden derselben Person übereinanderlegt, kann den Mittelpunkt dieses Rings aber eingrenzen. Die Heimzone macht diese Arbeit deutlich aufwendiger, als sie ohne sie wäre; unmöglich macht sie sie nicht. Wenn das für dich zählt, ist ein privates Konto der stärkere Schalter: dann sieht die Runde ohnehin nur, wen du bestätigt hast.
Du siehst dasselbe wie alle anderen
Deine eigene Runde erscheint dir genauso beschnitten wie fremden Leuten, im Feed wie im Profil. Das war eine bewusste Entscheidung: Wer bei sich die volle Strecke sähe, müsste raten, ob der Radius groß genug gewählt ist. Beim Bearbeiten einer Runde liegen beide Fassungen übereinander — grau die vollständige Aufzeichnung, grün der Teil, den andere zu sehen bekommen. Dort entscheidest du, ob der Radius passt, und nirgends sonst.
Wo die vollständige Aufzeichnung liegt
Geschnitten wird auf deinem Telefon, bevor irgendetwas hochgeladen wird. In das Dokument, aus dem Feed und Profil ihre Karte zeichnen, kommt von vornherein nur die gekürzte Fassung — die ungekürzte öffentliche Route entsteht auf dem Server also gar nicht erst.
Gespeichert wird die vollständige Aufzeichnung trotzdem, sonst gäbe es keinen GPX-Export. Sie liegt getrennt, in einem eigenen Dokument pro Runde, das die Serverregeln ausschließlich für dein eigenes Konto öffnen. „Sie verlässt dein Gerät nie“ steht hier bewusst nicht — das wäre falsch. Sie verlässt es, und sie liegt an einer Stelle, an die sonst niemand herankommt.
Wann die App den Standort liest
Als Strecke gespeichert wird ausschließlich, was zwischen „Start“ und dem Ende der Runde liegt. Darüber hinaus fragt die App deinen Standort ab, solange du sie geöffnet hast: für die Karte und für ortsbezogene Hinweise wie das Wetter oder eine Hitzewarnung. Diese Abfragen landen nirgends als Strecke. Im Hintergrund läuft nichts mit, wenn keine Runde aktiv ist.
Privat heißt privat
Stellst du dein Konto auf privat, sehen nur bestätigte Follower deine Runden. Das ist keine Anzeige-Einstellung, die sich umgehen ließe: Die Sichtbarkeit wird auf dem Server durchgesetzt, sodass private Spaziergänge auch dann geschützt bleiben, wenn jemand versucht, sie an der App vorbei abzurufen. Wie Folgen und Feeds funktionieren, steht bei der Community.
Alles mitnehmen, alles löschen
Einzelne Runden gehen als GPX-Datei raus, dein gesamtes Konto als JSON-Datei mit allen Inhalten. Und wenn du gehen willst, löschst du das Konto direkt in der App. Kein Formular, keine Rückfrage, kein Warten auf eine Antwort.
Wie die Daten liegen
Übertragen wird verschlüsselt über HTTPS und TLS, Passwörter werden ausschließlich gehasht gespeichert. Wer welchen Inhalt lesen darf, entscheiden Sicherheitsregeln auf dem Server und nicht die App. Für die vollständige Route ist diese Regel am engsten gefasst: Sie gilt nur für das Konto, das die Runde aufgezeichnet hat.
Fragen zu dieser Funktion? Die stehen bei den häufigen Fragen.